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SUMMARY:Ulrich Raulff: Wie es euch gefällt. Eine Geschichte des Geschmacks
DESCRIPTION:Ulrich Raulff: Wie es euch gefällt. Eine Geschichte des Geschmacks. München: C.H. Beck 2025.Buchpräsentation und Diskussion mit dem AutorGespräch: Norbert Christian Wolf und Lydia RammerstorferOrt: Hofburg\, Batthyanystiege\, Schreyvogelsaal; 1010 Wien \n\n\n\nJeder weiß\, dass es ihn gibt. Jeder meint\, ihn zu besitzen. Dabei hat ihn nie jemand gesehen: den Geschmack\, unseren Sinn für das Schöne\, Glücksantenne und Tastsinn unserer Sehnsucht. Ulrich Raulff erkundet diese Kompetenz für das Schöne und entführt uns in seinem furiosen neuen Buch auf einen materialistischen Jahrmarkt der Eitelkeiten\, einen Parcours der Likes von Meissen bis Mac und von Diderots Hausrock bis Victoria’s Secret.Die Spur führt ins Rom Winckelmanns und das Washington Jeffersons\, nach Paris um 1800\, in das viktorianische England und bis hinein in unsere Zeiten von Airbnb und dem Essen als «Erlebnis». Große Tastemaker von Madame Pompadour bis Steve Jobs begrüßen uns als Portalfiguren am Beginn neuer Geschmacksepochen. Doch die Geschichte des Geschmacks und seiner Wandlungen ist nicht nur eine Geschichte ästhetischer Codes. Sie ist auch der Bericht von einer europäischen Erfindung\, von Beutezügen\, dem Leiden der anderen und von eigener historischer Schuld. Und sie ist zugleich noch mehr: Im Sinn für die Nuance entfaltet sich eine ungeheure kulturelle Leistung\, ein humanes Vermögen und ein Reichtum der Empfindungen\, der uns hilft\, Differenz wahrzunehmen und in Kultur zu verwandeln.Text: VerlagWeitere Infos unter: https://www.chbeck.de/raulff-gefaellt/product/38803910Mit freundlicher Unterstützung der Stadt Wien KulturOrganisation: Daniel Milkovits und Lydia Rammerstorfer
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SUMMARY:Lydia Rammerstorfer: Die Horen und ihre Societät (Buchpräsentation)
DESCRIPTION:Lydia Rammerstorfer stellt im Gespräch mit Alice Staskova (Friedrich Schiller-Universität Jena) ihr Buch „Die Horen und ihre Societät. Schillers Journal im kulturellen Kräftefeld um 1800″ vor. Der Ort der Veranstaltung wird noch bekanntgegeben.Die von Friedrich Schiller herausgegebenen Horen (1795-1797) zählen zu den bedeutendsten deutschsprachigen Literaturzeitschriften. Mit den Horen\, die fünzig Autorinnen und Autoren versammelten\, nahm die Zusammenarbeit zwischen Schiller und Goethe ihren Ausgang. Die Studie nimmt erstmals alle Jahrgänge der Horen als Ganzes in den Blick. Sie zeichnet den Weg der Zeitschrift von der Auswahl und Zusammensetzung der Mitwirkenden über die äußere Gestaltung und Vermarktung bis hin zu ihren ästhetischen Positionsnahmen sowie ihren Folgejournalen nach.Die integrale Analyse erfolgt auf Grundlage der Feldtheorie Bourdieus\, neuen Ansätzen der Journalforschung und Praxeologie sowie statistischen Auswertungen. Es wird nicht nur Kanonisches neu konstelliert\, sondern auch bislang Unbeachtetes erschlossen\, sodass die Horen in ihrer Vielfalt sichtbar werden: Verhandelt werden u. a. die Autonomie in Literatur\, Musik\, Goethes und Schillers Elegien\, die Bezogenheit einzelner Beiträge der Zeitschrift aufeinander\, die Rolle von Übersetzungen bei der Verhandlung von Alterität\, die Mitwirkung von Frauen oder das Schreiben und Publizieren von Fortsetzungstexten.
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SUMMARY:Workshop: Paradoxe Unterwerfung – Symbolische Gewalt
DESCRIPTION:Literatur- und kultursoziologische Perspektiven auf Bourdieus Die männliche Herrschaft \n\n\n\n\n\nUniversität Wien\, Schreyvogelsaal (Hofburg)Leitung: Louise-Marie Jandl\, Lydia Rammerstorfer\, Norbert Christian Wolf Keynote: Gisèle Sapiro (Paris)In „Die männliche Herrschaft“ (1998) analysiert Pierre Bourdieu die Geschlechterordnung als paradigmatisches Modell sozialer Dominanz. Ihre Wirksamkeit beruht\, so seine zentrale These\, auf verborgenen Mechanismen symbolischer Gewalt – einer subtilen\, kulturell vermittelten Form der Machtausübung\, die sich tief in die soziale Welt und den Habitus einschreibt. Diese „sanfte\, für ihre Opfer unmerkliche\, unsichtbare Gewalt“ (Bourdieu 2021\, 8) zeigt sich etwa in der dichotomen Zuweisung geschlechtsspezifischer Räume\, im ständigen „Wahrgenommenwerden“ (Bourdieu 2021\, 117) des sexualisierten weiblichen Körpers sowie in der Marginalisierung von Frauen in Wissenschaft und Kunst. Die mitunter widerstandslose Tradierung dieser „männlichen Ordnung“ beruht Bourdieu zufolge darauf\, dass sie nicht als willkürlich\, sondern als selbstverständlich wahrgenommen wird. Diese „paradoxe Unterwerfung“ (Bourdieu 2021\,212) bewirkt auch eine Stabilisierung und Naturalisierung der gegebenen gesellschaftlichen Ordnung insgesamt\, die gerade deshalb zumeist unhinterfragt und dadurch unsichtbar bleibt.Der Verborgenheit zum Trotz ist es allerdings möglich\, diese Strukturen zu analysieren und in einem zweiten Schritt zu subvertieren: In seinem literatursoziologischen Hauptwerk „Die Regeln der Kunst“ spricht Bourdieu der Literatur eine besondere Fähigkeit zu\, gesellschaftliche Machtverhältnisse zu „entschleiern“\, wodurch sie gar mitunter mehr über die soziale Welt auszusagen vermöge als manche „vorgeblich wissenschaftliche Schrift“ (Bourdieu 2014\, 66f.; Schniedermann 2020\, 6) Diese gleichermaßen auf das Erkenntnispotenzial literarischer Texte wie auch auf deren spezifische Darstellungsleistung abhebende Annahme bildet die Grundlage von Bourdieus exemplarischer Analyse von Virginia Woolfs „To the Lighthouse“ (vgl. Bourdieu 2021\, 122–141)\, in deren Rahmen er das analytische Potenzial literarischer Verfahren für die Sichtbarmachung der verborgenen Logik männlicher Herrschaft aufzeigt. Eine systematische Auseinandersetzung mit der Anschlussfähigkeit von Bourdieus Theorie für die Analyse literarischer Texte wie sie Bourdieu selbst vorgelegt hat\, steht ebenso noch aus wie es ihr Potenzial für die Reflexion von Machtverhältnissen im Literatur- und Kulturbetrieb zu erkunden gilt. Der interdisziplinäre Workshop macht sich das zur Aufgabe. Er vereint Beiträge aus der Literaturwissenschaft und Soziologie und erkundet das Gegenstandsfeld in Form von Theoriebeispielen ebenso wie anhand von Fallstudien. Die Beiträge reichen von frühfeministischer Literatur\, Sport und Geschlechterordnungen der Wiener Moderne über Zensur\, Männlichkeitskrisen und koloniale Machtverhältnisse bis hin zu aktuellen Debatten um Kulturbetrieb\, soziale Medien und die Politik der Manosphere.Das aktuelle Programm finden Sie hier: https://ucloud.univie.ac.at/index.php/s/2gx3XRjmJkkWX2p
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SUMMARY:Nahaufnahme: Österreichische Autor/inn/en im Gespräch: Antonio Fian
DESCRIPTION:Antonio Fians Œuvre ist in seiner formalen Vielfalt von einem Hang zur Kürze und zur Satire gekennzeichnet. Seine Dramolette haben Kultstatus und gelten aufgrund ihrer Welthaltigkeit als eine Art minidramatischer Geschichtsschreibung\, in der gesellschaftliche (Fehl-)Entwicklungen\, politische Phrasendrescherei und mediale Wildwüchse über die Sprache satirisch zerlegt werden. Die Erzählungen zelibrieren Gratwanderungen zwischen Traum und Wirklichkeit. \n\n\n\nIm Podiumsgespräch wird der Zusammenhang von Textformat\, Sprache und Satire im Fokus stehen. \n\n\n\nMit Antonio Fian sprechen der Theaterkritiker und Kulturjournalist Wolfgang Kralicek und die Literaturwissenschaftlerin Alexandra Millner. Der Autor liest Ausschnitte aus seinen Minidramen und Prosatexten – und vielleicht auch ein Gedicht. \n\n\n\nAntonio Fian\, geboren 1956 in Klagenfurt\, wuchs in Spittal an der Drau auf. 1976 ging er zum Studium der Volkswirtschaftslehre nach Wien\, wo er vor allem als Literat hervortrat. Er schreibt satirische Essays\, Gedichte\, Erzählungen\, Romane\, Comics und Hörspiele. Besonders beliebt sind seine Dramolette\, die zuerst regelmäßig im Falter erschienen und nun in Der Standard zu lesen sind. Für sein literarisches Schaffen erhielt er u. a. den Österreichischen Staatspreis für Kulturpublizistik\, den Johann-Beer-Literaturpreis sowie den Reinhard-Priessnitz-Preis. \n\n\n\nWolfgang Kralicek\, geboren 1965 in Wien\, Redakteur beim Kurier\, Theaterkritiker für Theater heute und Süddeutsche Zeitung. Mitglied im Auswahlgremium der Mülheimer Theatertage. \n\n\n\nAlexandra Millner\, geboren 1968 in WAidhofen/Thaya\, Privatdozentin für Neuere deutsche Literatur an der Universität Wien\, Leiterin eines Forschungsprojekts zur Dramatik Albert Drachs an der Universität für angewandte Kunst Wien sowie Dramaturgin und Regisseurin im kabinetttheater. \n\n\n\nIn Kooperation mit dem Literaturhaus Wien\, unterstützt von der Kulturabteilung der Stadt Wien MA 7/Wissenschaft.
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