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Zu Ingeborg Bachmann

24. Juni @ 10:30 21:00

Widersprüche und Leerstellen lassen Ingeborg Bachmanns Literatur und Biographie ambig erscheinen, während gleichzeitig die in Kunst und Wissenschaft behauptete Rätselhaftigkeit bis heute Bilder der Schriftstellerin prägt: Bachmann ist Bestsellerautorin und »gefallene Lyrikerin«, schüchterne Verführerin und feministische Kritikerin des Patriarchats. Woraus speist sich der ›Mythos Bachmann‹, welche Ambivalenzen lassen sich jenseits aller Mystifizierung beschreiben – und wie lesen wir Bachmann heute?
Die Veranstaltung eröffnet neue Perspektiven auf das ebenso bedeutende wie vielschichtige Œuvre und Leben der Autorin aus Sicht aktueller Forschung und Kunst. In der gemeinsamen Lektüre und Diskussion kanonischer Texte sowie erst kürzlich veröffentlichter Selbstzeugnisse werden bislang wenig beachtete Seiten ihres Werks und verborgene Facetten sichtbar. Die Teilnahme am Lektüreworkshop steht allen Interessierten ohne Anmeldung offen, die besprochenen Texte werden vor Ort zur Verfügung gestellt.
Ö1 sendet am 20.6. das Hörspiel Ein Geschäft mit Träumen (1952) und am 27.6. eine Neuinszenierung von Der gute Gott von Manhattan (1958/2026). Anhand von Tonbeispielen erörtert die Radiophone Werkstatt die Bedeutung von Bachmanns Radioarbeiten für die eigenständige Kunstform Hörspiel, ihre radiophonen Erzählstrategien und deren Stellung in ihrem Gesamtwerk.

Mit Beiträgen von Uta Degner, Vera Eßl, Alexander Honold, Andreas Jungwirth, Gabriella Pelloni, Sigrid Weigel und Norbert Christian Wolf.

Wir danken Stadt Wien / Kultur und Literar Mechana für ihre Unterstützung.